Burg Giescheid
Burg Giescheid

Rohbau Haus

Damit unser neues Haus energiesparend ist, entschieden wir uns für Porenbeton.
Mit diesem Material haben wir bereits Erfahrungen und können den Stein bestens empfehlen.

Winter: Er nimmt die Wärme sehr gut auf und hält diese auch sehr lange fest.
Ich als stets frierende Frau fühle mich erst bei 22,8 Grad wohl. Diese Temperatur hält der Stein konstant, auch an eisigen Tagen.
Sommer: Schließt man alle Fenster bleibt es drinnen angenehm kühl. Aber wehe man öffnet die Fenster. Dann heizt die Wohnung sich innerhalb kürzester Zeit auf und es dauert einige Tage sie abzukühlen.

Die Maße der Steine und Isolation: 
Keller:                       36er Porenbeton und über 35 kg schwer.
Erdgeschoss:             24er Porenbeton, zwar etwas kleiner aber noch 25 kg schwer. 
1. Etage und Türme: 24er Porenbeton
12 cm Isolation, davor eine Windfolie und anschließend kommt der Naturstein
Die fertige Wand ist später 54 cm stark und der Turm und die Umrandung des Flachdachs ganze 72 cm 

In unserem Bungalow mussten wir einige überlange Wände durch Betonpfeiler verstärken. Damals sagte uns leider niemand, dass man diese durch Stein verkleiden müsse. Jeden Winter verfärbt sich an diesen Stellen die Wand und auf Tapete und Farbe kommt es durch Kältebrücken zu hässlichen Verfärbungen.
Diesen Fehler haben wir in unserer "Burg" behoben. Alle Betonverstärkungen wurden in Steine gepackt, damit sich keine Kältebrücken einstellen. Im Wohnzimmer nahmen wir eine 50 cm kurze Wand in Kauf, die später als Raumtrenner dient. Einzig der Ringanker im 480 cm hohen Wohnzimmer besteht komplett aus Beton. Allerdings wird er später durch den Holzbalken verkleidet, der die Befestigung der Galerie trägt.

Mein Mann baut unser Haus fast komplett alleine. 
Der erste Spatenstich erfolgte am 5.8.2009.
Pro Etage benötigten wir für die reinen Rohbauarbeiten ein Jahr pro Etage. 

Nun mag so mancher denken, 10 Jahre Bauzeit  ist eine lange Zeit für dieses Projekt. Aber bedenke, die meiste Arbeit erfolgte nur an Samstagen und mit 1 Mann Muskelkraft. Zählt man dann die Stunden zusammen, ergibt dies eine Bauzeit von bisher 1,5 Jahren auf eine 6 Tage Woche umgerechnet.

Somit können wir im Jahr 2019 auf eine zwar lange, doch gute Bauzeit, ohne jegliche Zwischenfälle zurück blicken.
Auch das Ende ist endlich in Sicht. Wir hoffen 2020 ist endlich Umzugsbeginn. Dies wollen wir ebenfalls in aller Ruhe angehen und planen 2 Jahre ein. Gemäß dem tollen Werbespruch: wird sind ja noch jung, wir haben ja noch Zeit :-)

 

 

August 2009, endlich geht es los
ausgeschachtet und eingeschalt, nun kann der Beton kommen
2010


Das Fundament muss später einiges an Gewicht tragen, darum steht das Haus auf einer Platte von 72³m.
Die ersten Steine stehen auch schon... aller Anfang ist schwer
 

2010, der Keller ist fast fertig

Damit es im Winter nicht zu Schäden kommt wird der Keller mit einer großen Folie gut verpackt
 

November 2011, das Erdgeschoß ist fertig
die Stützen bleiben noch eine Weile stehen, denn der Rest des WZs bleibt nach oben offen
Juli 2012, die 1. Etage wächst


Über den Sommer wächst auch die 1. Etage in die Höhe. 
Das einzige Problem stellt die Aussenwand des Wohnzimmers. Damit es einfacher geht mauert mein Mann mit Hubsteiger. Diesen kann er in jede beliebige Höhe fahren und gleichzeitig kann er genug Material mitnehmen.
So entfällt das lästige klettern auf ein Gerüst und er muss weder Steine noch Kleber tragen.
  

Der dreiste Hausbesetzer schläft auch wenn mein Mann mit dem Kran arbeitet

Erste Bewohner hat unsere Burg auch schon. Eine Taube zog als Hausbesetzer ein und sorgte für reichlich Dünger.
Ein Schwalbenpaar hingegen ist uns viel sympathischer.
Dies zog schon zweimal Nachwuchs auf ohne deutliche Spuren zu hinterlassen.
Wenn das kein Glück bringt :-)
 


Diese selbstgebaute Konstruktion ermöglicht vollkommen rund zu bauen.
Natürlich haben wir keine halbrund vorgeschnittenen Steine gekauft. Bei vier Türmen wäre der Aufpreis zu hoch.
Also wurde eine Steinsäge angeschafft, die wirtschaftlicher ist und bei anschließendem Verkauf
noch etwas Gewinn bringt.
 

Bild 1
Bild2
Bild 2
Bild 3
Bild 4


Viele Fenster- und Türstürze kann man fertig kaufen. Für alle tragenden Wände mussten wir die Stürze selbst giessen,
weil fertige ... gibet nicht :-) ... alle waren statisch zu klein, konnten das Gewicht nicht tragen.
Dazu wurde der Porenbetonstein in Form (U-Form) geschnitten (Bild1), mit ausreichend statisch berechnetem Stahl gefüllt (Bild2), Beton hinein gegossen und fertig ist der Sturz (Bild3), runder Sturz (Bild4)
Gewicht: die kurzen Stürze von 155 cm wiegen ca. 100 -150 kg, die 3 m langen Stürze kommen auf ein stattliches Gewicht von 400 - 450 kg. Das trägt natürlich kein Opa an der Uhrkette :-).
Diese Lasten nahm meinem Mann unser Kran ab, der einen Ausleger von 20 m hat.
Diese Länge ist aufgrund der Filigrandecken erforderlich, die wir auch selbst auf unser Haus legten.
 

Sept. 2012, ein Blick über die offene Galerie ins Erdgeschoss


Die Stützen im WZ sind zu ihrer vollen Höhe ausgefahren um die Decke in 5,75 m Höhe abzufangen
Alle anderen Räume haben die Rohbauhöhe 2,75m
 


Dieses nette Objekt ist der Stützpfeiler unserer Treppe.
22,2 cm Durchmesser, 1,5 cm Wandstärke, 990 cm Länge, Gewicht 920 kg.
Der sollte mir nicht auf den Kopf fallen :-)
Während des Turmbaus der Treppe dient er als Stütze für den Aufzug
 

der Aufzug nimmt das Gewicht von ca. 200 kg Steine auf. Er war konstruiert damit er ca. 500 kg trägt. Sicherheit auf dem Bau ist uns wichtig
ein Blick aus dem Erdgeschoss in den Keller.... vom Turm ist der Blick besser :-) 11 m
die Filifrandecke liegt und das Eisen wird verlegt, nun fehlt noch der Beton, dann kann der Winter kommen
Dezember 2012, erste Etage samt "Deckel" steht
Das Flachdach, einziger Zugang: der Schornstein :-)


Das Flachdach: 12 x 18 m, zzgl. je Turm 450 cm Innendurchmesser. Abzügl. der Mauern bleiben je Etage ca. 200 qm.
Einziger Zugang zum Dach momentan der Schornstein, ich warte sehnsüchtig auf die Treppe um den Ausblick zu geniessen ... mir graut vor steilen Leitern
 

Juni 2013, Turm rechts dauert noch etwas
Juni 2013, linker Turm ist schon halb fertig
Juni 2013, linker Turm ist fertig, rechter Turm (hi.) wächst
die Filigrandecke, Das "Häubchen" auf dem Turm
Juli, 2013 Barbiehaus, ups nun wirds rosa :-) (bei einem super Sonnenuntergang ), die ersten Pseydo-Zinnen liegen
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